Ein offenes Wort KW19-2012
von Chefredakteur Michael Heger
In den vergangenen Tagen habe ich mich wieder einmal öfter erwischt, als ich so vor mich dahin sinniert und über das Leben nachgedacht habe. Ja, und wo geht das wohl besser und entspannter als in freier Natur. Anlass dazu war für mich das so oft eigenartige Verhalten unserer Mitmenschen mit denen wir Tag für Tag, egal ob nun im Berufsleben, beim Einkaufen oder einfach in unzähligen Alltagssituationen, konfrontiert werden. Ist es nicht die immer stärker ausschreitende Aggressivität, das Unverständnis die Unzufriedenheit oder die Sturheit und Streitsüchtigkeit vieler Menschen die unserer Gesellschaft immer öfter zu schaffen machen und auch immer weiter von einander entfernt? Doch wir selbst waren es, die diese Entwicklung so rasant vorangetrieben haben und jetzt wird uns langsam aber sicher alles zuviel? Unsere Gesellschaft war es doch, die den technischen Fortschritt am liebsten noch rasanter vorangetrieben hätte. Wir wollten Strom um unseren ganzen Luxus damit speisen und versorgen zu können, die dafür benötigten Kraftwerke wollen wir heute allerdings nicht haben. Wir wollten alle tolle Autos fahren, demonstrieren aber wenn Straßen dafür gebaut werden müssen. Wir wollen in unseren Supermärkten täglich frische Lebensmittel aus aller+ Herrenländer, die Lkw’s die all dies liefern, sollen aber durch eine andere Ortschaft fahren und wir können auch alle nicht mehr auf unsere heiß geliebten Handys verzichten, die Sendemasten dafür sollen und dürfen aber nicht vor unserer Haustüre errichtet werden, weil ja ohnehin heutzutage alles so schädlich für unsere Gesundheit ist. Tja so ist halt das Leben unserer Zeit geworden. Und als ich eben in freier Natur einfach so da saß und über all diese Dinge nachdachte, das Quellwasser neben mir plätschern hörte und einmal tief Luft holte, wurde mir wieder einmal öfter bewusst, welche Reichtümer wir alle in diesem Land noch immer besitzen und diese wahren Energiequellen des Lebens gar nicht mehr zu schätzen wissen, meint Ihr… 